Bottom-Up & Regionalität

Hintergründe & Co. – Das Förderprogramm im Detail

Der „Bottom-up“-Ansatz

LEADER unterscheidet sich von üblichen Förderprogrammen durch seinen „Bottom-up“-Ansatz und legt großen Wert auf lokale Beteiligung, Eigeninitiative und regionale Partnerschaften. Im Sinne eines „von unten nach oben“ werden die Bevölkerung allgemein sowie wirtschaftliche, soziale und repräsentative öffentliche Interessengruppen eingebunden, um sich mit ihren Ideen und Initiativen in den gesamten LEADER-Prozess einzubringen. LEADER beruht auf der Überzeugung, dass die Menschen vor Ort am besten wissen, was ihre ländliche Heimat benötigt und wie sich die Lebensqualität verbessern lässt. Daher kann LEADER als ein Instrument der partizipativen Demokratie angesehen werden.

Bereits zu Beginn des Prozesses werden die Regionalen Entwicklungsstrategien (RES) in einem breiten Beteiligungsprozess erarbeitet. Die Umsetzung der Strategie und letztlich die konkrete Projektauswahl erfolgt durch die LAG, der im LEADER-Prozess eine zentrale Bedeutung zukommt. Die LAG setzt sich ausschließlich aus lokalen Akteurinnen und Akteuren zusammen und steht für alle engagierten Menschen sowie Institutionen aus der Region offen. Alle Interessierten sollen in einem offenen und transparenten Prozess gemeinsam und gleichberechtigt an der Zukunft der eigenen Region mitarbeiten können. Auch die Veröffentlichung von Aufrufen zur Einreichung von Projektvorschlägen sowie die Begleitung der Antragstellenden bei der Umsetzung ihrer Projekte fallen in den Aufgabenbereich der LAG und somit der Menschen vor Ort.

Regionalität

Der „Bottom-up“-Ansatz und das damit verbundene Ziel individueller und passgenauer Vorhaben für die Entwicklung der ländlichen Räume in Nordrhein-Westfalen wird flankiert von dem Prinzip der Regionalität. LEADER-Förderung findet nur in räumlich zusammenhängenden Gebieten innerhalb der Gebietskulisse des GAP-Strategieplans für die Bundesrepublik Deutschland statt, die nach geografischen, wirtschaftlichen und sozialen Gesichtspunkten eine Einheit bilden.

Das ausgewählte Gebiet muss genügend Zusammenhalt sowie menschliche, finanzielle und wirtschaftliche Ressourcen aufweisen, um die in den Regionalen Entwicklungsstrategien definierten Ziele umsetzen zu können. Regionalität hat bei der Projektauswahl einen hohen Stellenwert, um Einzelinteressen und das sogenannte „Kirchturmdenken“ zu überwinden.

Projekte in LEADER können entsprechend der vielfältigen regionalen Merkmale einer Region alle Lebensbereiche abdecken:

  • Nahversorgung und Mobilität
  • Dorfentwicklung, Freizeit und Tourismus
  • Demografie und Soziales
  • Wirtschaft, modernes Arbeiten und Digitalisierung
  • Natur und Umwelt

Die Liste der Themen ist vielfältig: In den letzten Jahren wurden in Nordrhein-Westfalen über 1.000 Projekte mit LEADER umgesetzt.

Dürfen wir
Ihnen weiterhelfen?