Ressourcen schützen. Klima bewahren. Soziale Verantwortung stärken
Lebensmittel sind wertvolle Ressourcen. Ihre Herstellung verbraucht Wasser, Fläche und Energie – umso wichtiger ist ein bewusster und respektvoller Umgang.
Trotzdem gehen weltweit enorme Mengen an Lebensmitteln verloren. Die dadurch entstehenden Treibhausgas-Emissionen entsprechen weltweit dem drittgrößten „Emittenten“. Jährlich entstehen so rund 4,4 Milliarden Tonnen CO₂.
Auch in Deutschland ist das Problem groß: Rund 11 Millionen Tonnen Lebensmittel landen jedes Jahr im Müll – viele davon wären noch genießbar.
Lebensmittelverschwendung hat dabei auch eine soziale Seite.
Während essbare Lebensmittel entsorgt werden, können sich viele Menschen keine regelmäßige, ausgewogene Ernährung leisten. Ernährungsarmut nimmt zu – verstärkt durch steigende Preise und wirtschaftliche Unsicherheiten.
Nordrhein-Westfalen setzt deshalb gezielt an: Lebensmittelverluste sollen reduziert und Ernährungsarmut bekämpft werden. Ein Beispiel ist das EU-Schulprogramm NRW, das besonders sozial belastete Einrichtungen unterstützt und Kinder mit erhöhtem Bedarf kostenlos mit frischem Obst und Gemüse versorgt.
Unsere Ziele
Jedes Jahr werden große Mengen an wertvollen Lebensmitteln verschwendet – und das oft unnötigerweise. Das Projekt „WERTVOLL NRW“ setzt genau hier an und sensibilisiert junge Verbraucherinnen und Verbraucher sowie Multiplikatoren für einen bewussten und nachhaltigen Umgang mit Lebensmitteln.
Kernziele des Projektes:
Es gibt drei zentrale Maßnahmenpakete:
Das Projekt basiert auf einem starken Netzwerk: Mit 64 Beratungsstellen der Verbraucherzentrale NRW sowie zahlreichen Partnerorganisationen wird Wissen gezielt vermittelt und die Nachfrage nach nachhaltigen Produkten gestärkt. So trägt „WERTVOLL NRW“ dazu bei, die Wertschätzung für Lebensmittel zu erhöhen und eine ressourcenschonende Ernährung für alle zugänglich zu machen.
Weitere Informationen:
https://www.wertvoll.nrw/
Die nordrhein-westfälischen Tafeln setzen sich dafür ein, Lebensmittelverluste zu reduzieren, indem sie Lebensmittel retten und bedarfsorientiert verteilen. Dabei kommt der Logistik eine zentrale Bedeutung zu. Immer mehr Menschen sind auf die Unterstützung der Tafeln angewiesen. Gleichzeitig stehen viele Tafeln vor großen Herausforderungen: Lebensmittelspenden gehen teilweise zurück, ehrenamtliche Helferinnen und Helfer fehlen, und die Lagerung sowie Verteilung der Lebensmittel stoßen an Kapazitätsgrenzen. Das bis Ende 2026 gemeinsam vom Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz sowie dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen geförderte Projekt „Gemeinnütziger Ausbau und Digitalisierung regionaler Tafel-Logistikzentren in Nordrhein-Westfalen“ setzt genau hier an.
Kernmaßnahmen für eine effiziente Tafel-Logistik:
Das Projekt unterstützt konkret die 174 regionalen Tafeln in Nordrhein-Westfalen, indem es logistisch den Zugang zu geretteten Lebensmitteln erleichtert und die Belieferung der Tafeln verbessert, um Lebensmittel vor der Vernichtung zu bewahren. Das Volumen an geretteten Lebensmitteln soll weiter erhöht werden. Der bestehenden Knappheit an Lebensmittelspenden sollen vermehrt Großspenden, die LKW-weise direkt von Produzenten kommen, weiter entgegenwirken. Zu den bestehenden Verteilzentren sollen weitere hinzukommen, um auch in abgelegeneren Regionen eine effektive Logistik zu etablieren.
Weitere Informationen unter:
www.tafel-nordrhein-westfalen.de/projekt-nrw
Mehr Informationen bundesweit:
https://www.zugutfuerdietonne.de/
https://www.klav.de/
https://www.thuenen.de/de/themenfelder/welternaehrung-und-globale-ressourcen/weniger-ist-mehr-lebensmittelverluste-und-abfaelle-reduzieren