05.09.2025 Ländliche Räume Stärkung der ländlichen Räume: Ministerin Gorißen überreicht drei Förderbescheide in Lippstadt Das Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz teilt mit: Die ländlichen Räume nehmen zwei Drittel der Landesfläche ein und sind Wohn- und Lebensmittelpunkt für zahlreiche Menschen in Nordrhein-Westfalen. Mit der Struktur- und Dorfentwicklung setzt sich die Landesregierung für starke und lebendige Dörfer in Nordrhein-Westfalen ein. Die Dörfer und viele Vereine und Einrichtungen profitieren von der Förderung von Land und Bund für vielfältige Projekte, die der Verbesserung der sozialen und wirtschaftlichen Infrastrukturen in den ländlichen Räumen zu Gute kommen. In diesem Rahmen überreichte Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen am Freitag, 5. September, in Lippstadt drei Förderbescheide in Höhe von 228.538,19 Euro, 74.701,80 Euro und 42.859,42 Euro. Ministerin Silke Gorißen: „Der ländliche Raum in Nordrhein-Westfalen ist für viele Menschen Lebensmittelpunkt und Heimat. Die Landesregierung investiert auch in diesem Jahr in die Zukunftsfähigkeit der Dörfer, damit sie lebenswert und attraktiv bleiben – so auch in Lippstadt mit einer Gesamtsumme von rund 346.000 Euro. Mit Unterstützung der Landesregierung werden gleich mehrere zentrale Orte der Begegnung und der Geschichte in Lippstadt umgestaltet und modernisiert: Im Ortsteil Bökenförde wird die alte Schule zum Gemeindezentrum umgestaltet, in Esbeck wird das Bürgerzentrum saniert und das Tennisheim in Eickelborn ist zukünftig Treffpunkt für alle lokalen Vereine und Gruppen. Lippstadt zeigt, wie mit guter Planung, Beteiligung und Eigeninitiative Großes bewegt werden kann.“ Arne Moritz, Bürgermeister von Lippstadt: „Was diese drei Vereine hier für ihre Gebäude tun, verdient allergrößte Anerkennung und zeugt darüber hinaus von hohem Verantwortungsbewusstsein für den jeweiligen Ortsteil. Bei der Renovierung der Gebäude hat die Stadt als Eigentümerin ihre Zustimmung gegeben und auch auf die ein oder andere Weise unterstützt. Finanziell und organisatorisch stemmen die Vereine ihre Vorhaben jedoch eigenständig. Ein außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement, auf das ich als Bürgermeister sehr stolz bin.“ 228.000 Euro für die Umnutzung der alten Schule Für die Bürgerinnen und Bürger von Bökenförde entsteht ein neuer Begegnungsort, der alle Generationen anspricht: Aus der alten Schule wird ein modernes Gemeindezentrum als neuer Mittelpunkt für den Ortsteil. Das neue Gemeindezentrum soll barrierearm sein und ermöglicht damit mehr Teilhabe an künftigen Freizeit- und Begegnungsangeboten. Besonders hervorzuheben ist das große bürgerliche Engagement mit über 6.000 Arbeitsstunden aus der Gemeinde. Hendrik Wieneke-Stöcker, Ortsvorsteher von Bökenförde und Mitglied vom Kulturring Bökenförde e.V.: „Mit Unterstützung der Stadt Lippstadt konnten der Antrag für die Landesförderung und die erforderlichen Unterlagen noch rechtzeitig auf den Weg gebracht werden. Noch in diesem Jahr sollen die Baumaßnahmen starten, um das neue Gemeindezentrum möglichst 2026 eröffnen zu können. Mit der Ehrenamtskneipe wird ein zentraler Ort der Begegnung geschaffen – ein Platz, um wieder Gemeinschaft zu erleben, Feste zu feiern und generationsübergreifenden Austausch zu ermöglichen.“ 74.000 Euro zur Sanierung des Treffpunktes Im Mittelpunkt des Projektes steht die Sanierung des lokalen Bürgerzentrums: Dadurch wird die Aufenthaltsqualität gesteigert und die Nutzung der Räumlichkeiten für die Zukunft gesichert. Bürgerschaft und Gemeindeverwaltung arbeiten gemeinsam an der Umsetzung des Projekts. Bettina Norgel, Vorsitzende des Vereinsring Esbeck e.V.: „Die Förderung über die Struktur- und Dorfentwicklung ist für uns Esbecker mit der Sanierung des Treffpunktes ein großer Gewinn, damit eine starke Dorfgemeinschaft, egal ob Groß oder Klein, Jung oder Alt die Räumlichkeiten weiterhin mit Leben füllen können. Dorfgemeinschaft bedeutet für uns, dass die Senioren bald zugfrei ihren wöchentlichen Sport ausüben können und wir darüber hinaus vielleicht auch andere Zielgruppen wie Kleinkinder mit einer Behaglichkeit dort ihre Treffen abhalten können. Der Treffpunkt Esbeck ist ein sehr wichtiger Dorfmittelpunkt für alle! Mit den Fördermitteln können wir deutlich entspannter in die Zukunft schauen und Rahmenbedingungen für alle ortsansässigen Gruppierungen bilden.“ 42.000 Euro für die Modernisierung einer Gemeinschaftseinrichtung In Eickelborn wird aus dem derzeit einzigen Treffpunkt im Ort – dem Tennisheim – eine neue und vergrößerte Gemeinschaftseinrichtung, die allen Vereinen und Gruppen zur Verfügung steht. Hierzu erfolgt u.a. eine energetische Sanierung und Modernisierung des alten Tennisheims und eine Neugestaltung der Außenanlagen. Raphael Scheibler, 1. Vorsitzender des Sportvereins Blau-Weiß Eickelborn 1925 e.V.: „Mit der Sanierung sichern wir nicht nur die Zukunft des Tennissports, sondern stärken auch das Gemeinschaftsgefühl im Dorf. Die Investition unterstreicht das langfristige Engagement des Vereins für eine lebendige und aktive Sportkultur in Eickelborn. So bleibt das Tennisheim ein zentraler Treffpunkt für aller Generationen und trägt maßgeblich zur Stärkung der Gemeinschaft bei.“ Hintergrund Förderprogramm Durch 17 Millionen Euro Landes- und Bundesmittel werden Gesamtinvestitionen in Höhe von 32 Millionen Euro angestoßen. Insgesamt 142 Projekte können von Land und Bund gefördert werden. Die Auswahl der Fördermaßnahmen erfolgte nach landesweit einheitlichen Projektauswahlkriterien im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel. Die vielfältigen geförderten Projekte umfassen modernisierte Dorfgemeinschaftshäuser, neugestaltete Dorfplätze als Begegnungsräume für Jung und Alt, Dorfläden, Mehrfunktionshäuser oder Kleinspielfelder. Die Vielfalt der Fördermaßnahmen spiegelt insgesamt auch Entwicklungspotentiale und Bedarfe der ländlichen Räume wider. So nehmen die Förderung von dörflichen Infrastrukturen sowie Projekte der Daseinsvorsorge weiterhin einen wichtigen Platz auf der Liste der Maßnahmen ein. Mindestens 90 Prozent der Fördersumme wird für Projekte aufgewendet, die der Dorfgemeinschaft und dem gesellschaftlichen Zusammenleben zu Gute kommt. Bei Bürgeranfragen wenden Sie sich bitte an: Telefon 0211 3843-0. Bei journalistischen Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Telefon 0211 3843- 1043, sebastian.klement-aschendorff@mlv.nrw.de. Dieser Pressetext ist auch verfügbar unter www.land.nrw Datenschutzhinweis betr. Soziale Medien Download Pressemitteilung Foto: MLV/NRW Artikel teilen: