05.09.2025 Ländliche Räume Stärkung der ländlichen Räume: Ministerin Gorißen überreicht drei Förderbescheide in Warstein-Hirschberg Das Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz teilt mit: Die ländlichen Räume nehmen zwei Drittel der Landesfläche ein und sind Wohn- und Lebensmittelpunkt für zahlreiche Menschen in Nordrhein-Westfalen. Mit der Struktur- und Dorfentwicklung setzt sich die Landesregierung für starke und lebendige Dörfer in Nordrhein-Westfalen ein. Die Dörfer und viele Vereine und Einrichtungen profitieren von der Förderung von Land und Bund für vielfältige Projekte, die der Verbesserung der sozialen und wirtschaftlichen Infrastrukturen in den ländlichen Räumen zu Gute kommen. In diesem Rahmen überreichte Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen am Freitag, 5. September, in Warstein drei Förderbescheide in Höhe von 152.664,74 Euro, 107.421,93 Euro und 96.946,72 Euro. Ministerin Silke Gorißen: „Der ländliche Raum in Nordrhein-Westfalen ist für viele Menschen Lebensmittelpunkt und Heimat. Die Landesregierung investiert auch in diesem Jahr in die Zukunftsfähigkeit der Dörfer, damit sie lebenswert und attraktiv bleiben – so auch in Warstein mit einer Gesamtsumme von rund 357.000 Euro. Mit Unterstützung der Landesregierung werden gleich mehrere zentrale Orte der Begegnung und der Geschichte in Warstein umgestaltet und modernisiert: Im Ortsteil Hirschberg entsteht mit einem hybriden Dorfladen ein neues Konzept zur Nahversorgung und das alte Waldbad wird als Naherholungsgelände neu erlebbar. Zudem wird in Warstein die Sauerlandhalle fit gemacht für die Zukunft und nachhaltige Sanierungsarbeiten durchgeführt. Warstein zeigt, wie mit guter Planung, Beteiligung und Eigeninitiative Großes bewegt werden kann.“ Dr. Thomas Schöne, Bürgermeister von Warstein: „Wir freuen uns über die Förderung durch das Land Nordrhein-Westfalen: Gerade die ländlichen Räume sind auf die Landesförderung angewiesen, um dringend benötigte Infrastruktur zu erhalten beziehungsweise neu zu schaffen.“ 152.000 Euro zur Gestaltung eines Platzes am Standort des ehemaligen Freibads „Natur lernen – Natur erleben“ Aus dem ehemaligen Waldfreibad in Hirschberg wird ein neuer Ort der Naherholung: Um Natur und Wasser wieder erlebbar zu machen, entstehen naturnahe Kletter- und Balancieranlagen, Plätze zum Verweilen und ein Rundgang über das Gelände. So wird in Hirschberg ein wertvoller Beitrag zur Naherholung für alle Generationen geschaffen. Stefan Toschinski, Ortsvorsteher und Leiter der AG Bermecketal: „Nach den schmerzlichen Entwicklungen der letzten Jahre freue ich mich, dass hier ein neuer Ort der Begegnung mit Natur und Wasser entsteht – für Hirschberger und Gäste gleichermaßen. Es zeigt, dass selbst aus einer lange umkämpften, lieb gewonnenen Einrichtung etwas Zukunftsweisendes erwachsen kann.“ 107.000 Euro für die quartiersbezogene Nahversorgung Das neue Konzept zur Nahversorgung in Hirschberg verbindet Geschäftliches mit Sozialem: Zu bestimmten Öffnungszeiten ist der Laden mit Personal bestückt, darüber hinaus bietet der hybride Laden flexiblen Zutritt rund um die Uhr und Einkauf mit Kunden- und EC-Karte. So wird ein Beitrag zur besseren Nahversorgung in Hirschberg geleistet. Lutz Gmel, Vorstand Caritasverband für den Kreis Soest e.V.: „Gemeinsam können wir bestimmt ein gutes und wichtiges Angebot für die Menschen in Hirschberg schaffen. Dort können Kunden von morgens um 5 bis nachts um 23 Uhr Lebensmittel einkaufen – und das in sehr guter Auswahl. Gleichzeitig schaffen wir neue Jobs für Menschen, die es auf dem regulären Arbeitsmarkt sehr schwer haben. Gerade Arbeit ermöglicht Teilhabe am öffentlichen Leben und ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer inklusiven Gesellschaft.“ 96.000 Euro für die Sanierungsarbeiten an der Sauerlandhalle Mit Sanierungsarbeiten an der Sauerlandhalle wird das Gebäude weiter fit für die Zukunft gemacht: Frei nach dem Motto „Der Umwelt zuliebe und der Gemeinschaft zum Wohle“ wird durch die nachhaltige Sanierung Energie gespart, der CO²-Ausstoß gesenkt. Michael Gerlach, Bürgerschützengesellschaft Warstein e.V.: „Unsere Sauerlandhalle ist ein attraktiver und zentraler Ort für die gesamte Dorfgemeinschaft zur Bereicherung des gesellschaftlichen Lebens und des sozialen Miteinanders. Mit Hilfe der Fördermittel möchten wir gewährleisten, dass dieser multifunktionale Ort auch in Zukunft Menschen zusammenbringt und seine identitätsstiftende Wirkung beibehält.“ Hintergrund Förderprogramm Durch 17 Millionen Euro Landes- und Bundesmittel werden Gesamtinvestitionen in Höhe von 32 Millionen Euro angestoßen. Insgesamt 142 Projekte können von Land und Bund gefördert werden. Die Auswahl der Fördermaßnahmen erfolgte nach landesweit einheitlichen Projektauswahlkriterien im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel. Die vielfältigen geförderten Projekte umfassen modernisierte Dorfgemeinschaftshäuser, neugestaltete Dorfplätze als Begegnungsräume für Jung und Alt, Dorfläden, Mehrfunktionshäuser oder Kleinspielfelder. Die Vielfalt der Fördermaßnahmen spiegelt insgesamt auch Entwicklungspotentiale und Bedarfe der ländlichen Räume wider. So nehmen die Förderung von dörflichen Infrastrukturen sowie Projekte der Daseinsvorsorge weiterhin einen wichtigen Platz auf der Liste der Maßnahmen ein. Mindestens 90 Prozent der Fördersumme wird für Projekte aufgewendet, die der Dorfgemeinschaft und dem gesellschaftlichen Zusammenleben zu Gute kommt. Bei Bürgeranfragen wenden Sie sich bitte an: Telefon 0211 3843-0. Bei journalistischen Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Telefon 0211 3843- 1043, sebastian.klement-aschendorff@mlv.nrw.de. Datenschutzhinweis betr. Soziale Medien Download Pressemitteilung Foto: MLV/NRW Artikel teilen: