Ländliche Räume

Stärkung des ländlichen Raums: Ministerin Gorißen überreicht vier Förderbescheide im Kreis Düren

Das Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz teilt mit:

Die ländlichen Räume nehmen zwei Drittel der Landesfläche ein und sind Wohn- und Lebensmittelpunkt für zahlreiche Menschen in Nordrhein-Westfalen. Mit der Struktur- und Dorfentwicklung setzt sich die Landesregierung für starke und lebendige Dörfer in Nordrhein-Westfalen ein. Die Dörfer und viele Vereine und Einrichtungen profitieren von der Förderung von Land und Bund für vielfältige Projekte, die der Verbesserung der sozialen und wirtschaftlichen Infrastrukturen in den ländlichen Räumen zu Gute kommen. In diesem Rahmen überreichte Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen am Montag, 8. September, im Kreis Düren vier Förderbescheide im Gesamtvolumen von rund 227.000 Euro.

Ministerin Silke Gorißen: „Der ländliche Raum in Nordrhein-Westfalen ist für viele Menschen Lebensmittelpunkt und Heimat. Die Landesregierung investiert auch in diesem Jahr in die Zukunftsfähigkeit der Dörfer, damit sie lebenswert und attraktiv bleiben – so auch im Kreis Düren mit einer Gesamtsumme von rund 227.000 Euro. Mit Unterstützung der Landesregierung werden gleich mehrere zentrale Orte der Begegnung im Kreis Düren umgestaltet und modernisiert: In Nörvenich-Frauwüllesheim wird das Bürgerhaus saniert, in Kreuzau-Bogenheim erfolgt die Modernisierung des dortigen Sport- und Schützenheims zu einem Dorfgemeinschaftshaus. Zudem wird in der Gemeinde Vettweiß im Ortsteil Gladbach die Dorfhalle fit für die Zukunft gemacht und im Ortsteil Kelz unterstützt das Land die Sanierung des öffentlich zugänglichen Multifunktionsspielfeldes des örtlichen Tennisklubs. Die Menschen im Kreis Düren zeigen, wie mit guter Planung, Beteiligung und Eigeninitiative Großes bewegt werden kann.“

58.000 Euro für Sanierung des Bürgerhauses in Frauwüllesheim
Das Bürgerhaus in Frauwüllesheim ist der zentrale Standort für Feste, Feiern, Brauchtumsveranstaltungen wie Karneval, St. Martin und Nikolaus. Für die Bürgerinnen und Bürger in Nörvenich-Frauwüllesheim wird das dortige Bürgerhaus saniert und unter anderem durch verbesserte Dämmung, einen erneuerten Fußboden und eine Dachsanierung fit für die Zukunft gemacht. Die Modernisierungsmaßnahme hilft u. a. dabei, Energiekosten zu senken und schafft dem Bürgerverein in Frauwüllesheim mehr Luft.

Die Gemeinde Nörvenich besteht aus 14 Orten. Bürgermeister Dr. Timo Czech erläutert dazu: „Es ist bei einer solchen Siedlungsstruktur völlig klar, dass zentralörtliche Versorgungsfunktionen nicht auch in jedem kleineren Ort vorhanden sein können. In jedem Ort unverzichtbar ist aber ein Treffpunkt für die Menschen, sonst stirbt unser Gemeinleben. Ich bin dankbar, dass die Landesregierung uns dabei unterstützt, diese wichtigen Treffpunkte in den Orten zu erhalten und zu modernisieren“.

32.000 Euro für Sanierung des Sport- und Schützenheims Bogheim
In Kreuzau-Bogheim ist das Sport- und Schützenheim die wichtigste Versammlungsstätte in Bogheim. In den letzten Jahren sind bereits verschiedene Sanierungsmaßnahmen an dem Schützenheim durchgeführt worden, um Energiekosten zu sparen. Jetzt erfolgen mit Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen noch weitere Modernisierungsarbeiten, unter anderem im Sanitärbereich.

Dazu sagt Simon Sablotny, Vorsitzender der St. Ewaldus Schützenbruderschaft: „Die Sanierung des Sport- und Schützenheims ist ein wichtiger Beitrag, um diesen Ort der Gemeinschaft und Tradition zu bewahren. Damit sichern wir, dass sich die Mitglieder, die Bogheimerinnen und Bogheimer und Freunde auch künftig bei uns wohlfühlen.“

63.000 Euro für Sanierung der Dorfhalle der St. Sebastianus Schützen
Mit Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen kann in Vettweiß-Gladbach die Sanierung der Dorfhalle der St. Sebastianus Schützenbruderschaft Gladbach 1712 e.V. erfolgen. Dort finden Traditionsfeste wie Schützenfest oder Karneval statt sowie weitere Feste und Feiern im Ortsteil Gladbach. Die Sanierung umfasst die Erneuerung der Hallenfassade, des Daches und die Erneuerung der Elektrik.

Der Vorsitzende der St. Sebastianus Schützenbruderschaft Gladbach, Henning Demke: „Wir sind froh, dass eine solche Förderung ermöglicht wird und wir diese erhalten haben. Die notwendigen Investitionen hätten wir, aber auch die Ortsvereine in Gladbach gemeinsam, nicht stemmen können. Die Festhalle ist quasi ein Bindeglied für die Dorfgemeinschaft. Dies ist nun weiterhin gewährleistet und das macht Mut für die Zukunft.“

74.000 Euro für ein neues Multifunktionsspielfeld in Vettweiß-Kelz
Im Ortsteil Kelz wird ein neues Multifunktionsspielfeld des Tennisklubs Kelz e.V. entstehen: Hier wird in Zukunft dann das Tennisspielen ganzjährig möglich sein und die Anlage wird auch für die breite Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Der Vorsitzende des Kelzer Tennis Clubs e.V., Sven Schrörs, sagt: „Ich freue mich sehr, dass wir durch die Erneuerung diesen Platz nun ganzjährig der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen und unseren Verein für die Zukunft neu aufstellen können.“

Hintergrund Förderprogramm
Durch 17 Millionen Euro Landes- und Bundesmittel werden Gesamtinvestitionen in Höhe von 32 Millionen Euro angestoßen. Insgesamt 142 Projekte können von Land und Bund gefördert werden. Die Auswahl der Fördermaßnahmen erfolgte nach landesweit einheitlichen Projektauswahlkriterien im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel. Die vielfältigen geförderten Projekte umfassen modernisierte Dorfgemeinschaftshäuser, neugestaltete Dorfplätze als Begegnungsräume für Jung und Alt, Dorfläden, Mehrfunktionshäuser oder Kleinspielfelder. Die Vielfalt der Fördermaßnahmen spiegelt insgesamt auch Entwicklungspotentiale und Bedarfe der ländlichen Räume wider. So nehmen die Förderung von dörflichen Infrastrukturen sowie Projekte der Daseinsvorsorge weiterhin einen wichtigen Platz auf der Liste der Maßnahmen ein. Mindestens 90 Prozent der Fördersumme wird für Projekte aufgewendet, die der Dorfgemeinschaft und dem gesellschaftlichen Zusammenleben zu Gute kommt.

Bei Bürgeranfragen wenden Sie sich bitte an: Telefon 0211 3843-0.

Bei journalistischen Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Telefon 0211 3843- 1043, sebastian.klement-aschendorff@mlv.nrw.de.

Dieser Pressetext ist auch verfügbar unter www.land.nrw

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Foto: MLV / NRW
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