09.09.2026 Ländliche Räume Zur Stärkung des ländlichen Raums: Ministerin Gorißen überreicht Förderbescheide an Projekte aus dem Kreis Borken Das Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes NRW teilt mit: Die ländlichen Räume nehmen zwei Drittel der Landesfläche ein und sind Wohn- und Lebensmittelpunkt vieler Menschen in Nordrhein-Westfalen. Mit der Struktur- und Dorfentwicklung setzt sich die Landesregierung für starke und lebendige Dörfer in Nordrhein-Westfalen ein. Allein im Jahr 2026 werden seitens der Landesregierung 196 Projekte mit mehr als 21 Millionen Euro gefördert, darunter Sanierungen von dorfgemäßen Gemeinschaftseinrichtungen, Neugestaltungen von Dorfplätzen oder Spielplätzen. In diesem Rahmen überreichte Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen am Mittwoch, 9. September 2026, im Rathaus der Stadt Bocholt vier Förderbescheide an Förderberechtigte aus Bocholt und Reken im Gesamtvolumen von 896.000 Euro. Ministerin Silke Gorißen: „Der ländliche Raum in Nordrhein-Westfalen ist für viele Menschen Lebensmittelpunkt und Heimat. Die Landesregierung investiert auch in diesem Jahr in die Zukunftsfähigkeit der Dörfer, damit sie lebenswert und attraktiv bleiben – so auch im Westmünsterland mit einer Gesamtsumme von 896.000 Euro. Mit Unterstützung der Landesregierung werden gleich mehrere zentrale Orte der Begegnung umgestaltet und modernisiert: In Reken entsteht eine neue Freizeitanlage, die Sport- und Spielangebote mit Umweltbildung verknüpft und die Gemeinde als Erholungsort stärkt. Klein-Reken entwickelt sein historisches Ehrenmal zu einem zeitgemäßen Erinnerungs- und Begegnungsort weiter. Zudem werden in Bocholt-Suderwick die Sporker Straße sicherer gestaltet und der Dorfplatz als neuer Treffpunkt für den grenzüberschreitenden Austausch mit den niederländischen Nachbarn modernisiert. Die Menschen im Kreis Borken zeigen, wie mit guter Planung, Beteiligung und Eigeninitiative Großes bewegt werden kann.“ Christian Mangen, Bürgermeister der Stadt Bocholt: „Wir gestalten in Bocholt nicht nur Straßen und Plätze neu, sondern stärken das europäische Miteinander direkt an der Grenze. Suderwick und Dinxperlo wachsen baulich noch enger zusammen, ohne dass unser Ortsteil dabei seine dörfliche Identität einbüßt.“ Manuel Deitert, Bürgermeister der Gemeinde Reken: „Wir freuen uns sehr über die Förderung und bedanken uns herzlich bei Ministerin Gorißen für die Unterstützung. Das Ehrenmal in Klein Reken gehört fest zum Ortsbild und ist für viele Menschen ein wichtiger Ort der Erinnerung. Mit der Überarbeitung möchten wir dafür sorgen, dass dieses besondere Areal auch in Zukunft ein würdiger und ansprechender Ort für die Dorfgemeinschaft ist.“ Steffen Kölnberger, Geschäftsführer der Erlebniswelt Sportschule in Reken: „Wir freuen uns wirklich sehr über die Förderung und die Unterstützung für unseren Adventure-Golf-Platz. Minigolf ist einfach eine tolle Sportart, weil wirklich jeder mitmachen kann. Das gemeinsame Erlebnis an der frischen Luft steht dabei im Mittelpunkt. Gleichzeitig bietet unser Platz die Möglichkeit, Klimabildung ganz nebenbei erlebbar zu machen. Beim Spielen kommt man ganz unkompliziert mit dem Thema in Berührung – und vielleicht bleibt am Ende neben einem schönen gemeinsamen Erlebnis auch der eine oder andere Gedanke zum Klimaschutz hängen.“ 250.000 Euro für „Adventure Golf Park“ zur Standortentwicklung in Reken Die geplante Minigolfanlage des Erlebniswelt Fußball e. V. verbindet Freizeitspaß mit moderner Umweltbildung. Die einzelnen Bahnen werden als Lehrpfad gestaltet, der den Besuchern wichtige Kenntnisse zu den Themen Klimawandel, Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Umweltschutz vermittelt. Auch bei der Errichtung der Anlage selbst wird auf eine nachhaltige und klimaangepasste Bauweise geachtet. So entsteht ein innovatives Freizeitangebot, das Reken nachhaltig als Freizeit- und Erholungsort stärkt. 146.000 Euro für die Weiterentwicklung des Ehrenmals in Klein-Reken Das Umfeld des historischen Ehrenmals in Klein-Reken soll baulich und konzeptionell zu einem zeitgemäßen Ort der Erinnerung und der Begegnung weiterentwickelt werden. Das Projekt stellt sicher, dass die Geschichte des Ortes sichtbar bleibt, während gleichzeitig eine hohe Aufenthaltsqualität für die Bürger entsteht. Dieser Ansatz vereint das Bewahren historischer Werte mit der Schaffung von neuem Raum für das dörfliche Gemeinschaftsleben. Damit wird ein zentraler Impuls für die zukunftsorientierte Dorfentwicklung vor Ort gesetzt. 250.000 Euro für die Umgestaltung der Sporker Straße in Suderwick, Bocholt Die geplante Umgestaltung der Sporker Straße im Stadtteil Suderwick in Bocholt darauf ab, die zentrale Verkehrsachse sicherer und attraktiver zu machen. Die baulichen Maßnahmen verbessern die Infrastruktur für Anwohner sowie Besucher und stärken das Ortsbild im Grenzbereich zum niederländischen Dinxperlo. Das Projekt trägt dazu bei, den täglichen Verkehrsraum in eine lebendige und barrierefreie Zone zu verwandeln. Dadurch wird die wichtige Verbindungsstraße zukunftsfähig aufgewertet und die Lebensqualität vor Ort spürbar erhöht. 250.000 Euro für die Umgestaltung des Dorfplatzes in Suderwick, Bocholt Mit der Umgestaltung des Dorfplatzes erhält der Stadtteil Suderwick einen modernen, zentralen Treffpunkt für das gesellschaftliche Leben. Der Platz wird so umgebaut, dass er eine hohe Aufenthaltsqualität bietet und als lebendiger Ort der Begegnung für die Bürger fungiert. Das Projekt greift die enge Verbundenheit mit dem niederländischen Nachbarort Dinxperlo auf und stärkt das Zusammenwachsen im Alltag. So entsteht ein attraktiver Ortskern in Bocholt, der Raum für Gemeinschaft, Veranstaltungen und grenzüberschreitenden Austausch schafft. Hintergrund Förderprogramm Allein im Jahr 2026 werden durch Landes- und Bundesmittel 196 Projekte mit mehr als 21 Millionen Euro im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ gefördert, was Gesamtinvestitionen von 44 Millionen Euro aktiviert. Zu den geförderten Projekten zählen beispielsweise Sanierungen von dorfgemäßen Gemeinschaftseinrichtungen, Neugestaltungen von Dorfplätzen als Begegnungsorte, Schaffung von Dorfläden, Mehrfunktionshäusern und Kleinspielfeldern. Mit dem Regierungsantritt 2022 wurde die Struktur- und Dorfentwicklung umfassend neu ausgerichtet, wodurch insgesamt rund 800 Projekte mit rund 85 Millionen Euro gefördert und insgesamt Investitionen in Höhe von 180 Millionen Euro von Land und Bund ausgelöst wurden. Dabei kommt der Großteil dieser Mittel bürgerschaftlichen und kommunal getragenen Projekten zugute, wodurch eine breite Zielgruppe erreicht wird. Ein Beispiel dafür ist die konstante Förderung dorfgemäßer Gemeinschaftseinrichtungen, die seit Beginn mindestens ein Drittel aller Förderprojekte umfasst. Dies unterstreicht die nachhaltige Bedeutung der finanziellen Unterstützung ehrenamtlicher Arbeit. Die durch die Förderung ausgelösten Gesamtinvestitionen kommen größtenteils der heimischen Wirtschaft zugute und tragen somit erheblich zur Erhaltung des regionalen Gewerbes bei. Foto: MLV NRW