Ernährungswirtschaft

2. Runde des Förderwettbewerbs „Forschungsinfrastrukturen.NRW“ gestartet

Ministerin Neubaur: Wir brauchen starke, innovative und nachhaltige Forschungsprojekte auf dem Weg in eine klimaneutrale Industrie in Nordrhein-Westfalen

Die Landesregierung teilt mit:

Auf dem Weg in eine klimaneutrale Zukunft baut Nordrhein-Westfalen auf starke, innovative und nachhaltige Forschungsprojekte. Damit diese entwickelt und umgesetzt werden können, braucht es eine starke Forschungsinfrastruktur. Hier setzt der Wettbewerb „Forschungsinfrastrukturen NRW“ an, mit dem die Landesregierung die Innovationskraft der Wirtschaft stärken und den Auf- und Ausbau von Forschungsinfrastrukturen und Kompetenzzentren unterstützen möchte. Ab sofort können sich in der zweiten Runde des Wettbewerbs kleine und mittlere Unternehmen, Forschungs- und Bildungseinrichtungen, kommunale Einrichtungen und Unternehmen sowie Stiftungen, Vereine und Kammern bewerben. Das Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie setzt den Projektaufruf gemeinsam mit dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft und dem Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz um. In der ersten Runde wurden Ende vergangenen Jahres bereits 17 Projekte zur Förderung empfohlen, für die Mittel in Höhe von 80,7 Millionen Euro des Landes und der EU im Rahmen des EFRE/JTF-Programms NRW 2021 – 2027 zur Verfügung stehen.

Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur: „Wir brauchen die beste Forschung und starke Innovationen, um den großen Herausforderungen unserer Zeit zu begegnen. Ebenso wichtig ist es, dass innovative Projekte zügig umgesetzt und von Unternehmen genutzt werden können. Die Landesregierung unterstützt deshalb gerne diese wichtigen Investitionen in Forschungskapazitäten. Mit dem Wettbewerb rufen wir Forschung und Wirtschaft auf, innovative Lösungen für eine klimaneutrale Industrie zu entwickeln. Schon in der ersten Wettbewerbsrunde haben uns zahlreiche herausragende Forschungsideen erreicht – von der Batterieforschung über die Entwicklung von Wasserstoffantrieben und Projekten der zirkulären Wirtschaft. Ich freue mich auf viele weitere kluge Ideen.“

Wissenschaftsministerin Ina Brandes: „Nordrhein-Westfalen hat alle Voraussetzungen, die großen Herausforderungen unserer Zeit zu meistern: exzellente Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und eine starke Wirtschaft. Innovationen aus Forschung und Wissenschaft, die den Sprung in die Anwendung schaffen, stärken den Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Nordrhein-Westfalen nachhaltig. Ich freue mich sehr, dass der Wettbewerb ‚Forschungsinfrastrukturen.NRW‘ in die zweite Runde geht und mutige Projekte fördert. So erleichtern wir den schnellen Austausch zwischen Forschung und Industrie für Innovationen, die das Leben der Menschen besser machen.“

Silke Gorißen, Ministerin für Landwirtschaft und Verbraucherschutz: „Die komplexen Herausforderungen der Land- und Ernährungswirtschaft brauchen innovative und nachhaltige Lösungen. In Nordrhein-Westfalen sind wir hier sehr gut aufgestellt mit einer Vielzahl wissenschaftlicher, aber auch unternehmenseigener Forschungseinrichtungen. Ein Beispiel dafür ist das Zentrum für klimaangepasste und nachhaltige Landnutzung und Lebensmittelproduktion in Soest, das bereits in der ersten Wettbewerbsrunde ausgewählt wurde. Viele weitere Ideen unserer Akteure aus dem Agrar- und Ernährungssektor werden sicherlich jetzt im Zuge des zweiten Wettbewerbsaufrufs folgen. Ich freue mich auf eine große Beteiligung!“

Gefördert werden:

• Umsetzungsorientierte Forschungsinfrastrukturen und Forschungskapazitäten an Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie Unternehmen,
• Kompetenz- und Anwendungszentren im Rahmen von Kooperationsmodellen mit Unternehmen,
• Der Auf- und Ausbau von Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen der Wirtschaft, kommunalen Einrichtungen, Kammern, Vereinen und Stiftungen
• Kooperationen im Sinne „virtueller Einrichtungen“, sofern zusätzliche Kompetenzen aufgebaut werden.

Zur Umsetzung können Geräte, Anlagen und dafür erforderliche bauliche Maßnahmen sowie damit verbundene Dienstleistungen angesetzt werden. Weiterhin förderfähig sind mögliche projektbezogene Personal- und Sachausgaben für ein umsetzungsorientiertes begleitendes Forschungsvorhaben. Projektskizzen können in der zweiten Einreichungsrunde bis zum 30. Juni 2024 bei der Innovationsförderagentur NRW abgegeben werden. Weitere Informationen unter:
https://www.in.nrw/forschungsinfrastrukturen-nrw

Zum Hintergrund
Für zukunftsweisende, nachhaltige und innovative Vorhaben in Nordrhein-Westfalen steht aus dem EFRE/JTF-Programm NRW 2021-2027 ein Investitionsvolumen von insgesamt 4,2 Milliarden Euro zur Verfügung. Es speist sich aus 1,9 Milliarden Euro EU-Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und des Just Transition Fund (JTF) sowie der Ko-Finanzierung des Landes Nordrhein-Westfalen und Eigenanteilen der Projekte. Unterstützt werden Vorhaben aus den Themenfeldern Innovation, Mittelstandsförderung, Nachhaltigkeit, Lebensqualität, Mobilität und Strukturwandel in Kohlerückzugsregionen. Weitere Informationen unter www.efre.nrw.

Pressekontakt: Evelyn.Binder@mwike.nrw.de, 0211-61772-615.

Download der Pressemitteilung [hier].

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