Landesgartenschauen finden in Nordrhein-Westfalen in der Regel alle drei Jahre statt. Die letzte Gartenschau wurde 2023 in Höxter ausgerichtet. Die nächste Landesgartenschau findet 2026 in Neuss vom 16.04. bis 11.10.2026 statt. Neuss hatte im Jahr 2022 den Zuschlag für die Ausrichtung der LAGA 2026 erhalten. Die nächste Landesgartenschau wird dann im Jahr 2029 in Kleve stattfinden.
Seit dem 24.09.2025 läuft die Ausschreibung für die Landesgartenschauen 2032 und 2035. Sie richtet sich vorrangig an kleinere und mittlere Gemeinden in Nordrhein-Westfalen. Interessierte Kommunen können ihre Bewerbungsunterlagen für das Jahr 2032 bis zum 1. März 2027 und für das Jahr 2035 bis zum 1. März 2030 beim Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen einreichen. Die Landesregierung trifft ihre Entscheidung anschließend jeweils auf der Grundlage der Empfehlung einer unabhängigen Bewertungskommission.
Wegen der zeitlichen Nähe zur „Internationalen Gartenausstellung Rheinisches Revier 2037“ werden für das Jahr 2035 keine Bewerbungen von Städten und Gemeinden aus dem Gebiet des Rheinischen Reviers zugelassen.
Das Gartenschauen in Nordrhein-Westfalen überaus beliebt sind, zeigt auch, dass 2027 ebenfalls eine Internationale Gartenausstellung im Ruhrgebiet stattfindet (www.iga2027.ruhr) sowie eine Bundesgartenschau in Wuppertal im Jahr 2031 (www.bugatal2031.de)
Landesgartenschauen in Nordrhein-Westfalen Landesgartenschauen in Nordrhein-Westfalen haben das Ziel, die Lebens- und Umweltqualität nicht nur in den ausrichtenden Städten und Gemeinden zu verbessern, sondern auch nachhaltige Impulse für eine ganze Region zu geben. Mit den Mitteln der Grünflächengestaltung und der Landschaftsarchitektur gehen sie dabei verschiedenste städtebauliche Herausforderungen an. So kann durch die Neuanlage und Gestaltung von Grünflächen der Charakter einer ganzen Stadt nachhaltig und positiv verändert werden. Daneben können Landesgartenschauen beispielsweise dazu beitragen, Umweltbelastung wie Hitze, Lärm und Staub zu verringern und die Kommunen an den Klimawandel anzupassen. Nicht zuletzt sind Landesgartenschauen Identifikationsprojekte für Bürgerinnen und Bürger und von großer touristischer Attraktivität.
Gastgeber der ersten Landesgartenschau war 1984 die Stadt Hamm. Insgesamt gab es bisher 19 Schauen in Nordrhein-Westfalen.
Foto: MLV NRW/Michèle Helle
Landesgartenschauen 2032 und 2035
Mit der Ausschreibung der Landesgartenschauen 2032 und 2035 hat die Landesregierung die Weichen für die weitere Zukunft der Gartenschauen in Nordrhein-Westfalen gestellt. Die Landesregierung begründet ihre Entscheidung für weitere Landesgartenschauen mit dem bedeutenden Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung, zum Ausbau der grünen Infrastruktur und im Kampf gegen den Klimawandel, den Landesgartenschauen für Nordrhein-Westfalen leisten. Die Sicherung von Grün- und Freiflächen ist ein zentraler Baustein, um Städte und ländliche Regionen attraktiv und lebenswert zu machen.
Veranstalter einer Landesgartenschau sind traditionell die ausrichtende Kommune (oder auch mehrere Kommunen gemeinsam) und die gemeinnützige Landesarbeitsgemeinschaft Gartenbau und Landespflege Nordrhein-Westfalen (LAGL), die zur Vorbereitung und Durchführung eine Bau- und Betriebsgesellschaft gründen. Diese ist verantwortlich für die Umsetzung der im Bewerbungsverfahren und im Wettbewerb formulierten Ziele und Inhalte.
Neuss 2026
Vom 16.04. bis 11.10.2026 öffnet die Landesgartenschau 2026 in Neuss ihre Tore. Für die LAGA hat Neuss das ehemalige Galopprennbahngelände umgestaltet, welches den Kernbereich der Landesgartenschau Neuss 2026 bildet. Auf dem rund 39 Hektar großen Areal ist ein nachhaltig angelegter Bürgerpark entstanden. Das „Grüne Herz“ von Neuss. Dieser wird den Bürgerinnen und Bürgern auch nach dem Ende der Gartenschau erhalten bleiben. Darüber hinaus dient die LAGA 2026 als Scharnierfunktion für die nachhaltige Entwicklung angrenzender Stadtquartiere und die Erschließung von Zugängen zum Rhein.
Kleve 2029 Die Landesgartenschau 2029 findet in Kleve statt. Die Stadt Kleve stellte ihre Bewerbung unter das Motto „Schaffen, was bleibt – Stadt – Land – Wasser“. Diese Elemente sollen die charakteristischen Gegebenheiten der Stadt verkörpern. Mit der Landesgartenschau möchte Kleve diese Elemente nachhaltig miteinander verbinden und ein räumliches Leitbild formen, das nicht nur Stadtteile verbindet, sondern eine dynamische und lebendige Atmosphäre schaffen soll.