Verbraucherschutz

Verbraucherschutz: Zielgerichtete Beratung zum effektiven Energiesparen

Erster Austausch von Ministerin Gorißen mit Verbraucherzentrale NRW-Vorstand Schuldzinski / Thema: Beratung zur Energieeinsparung

Das Ministerium für Verbraucherschutz teilt mit:

Bei einem ersten, gemeinsamen Gespräch tauschte sich Verbraucherschutzministerin Silke Gorißen mit Wolfgang Schuldzinski, Vorstand der Verbraucherzentrale NRW, angesichts der hohen Energiepreise über zielgerichtete Informations- und Beratungsangebote zum effektiven Energiesparen aus. Ministerin Gorißen und Vorstand Schuldzinski appellieren an Verbraucherinnen und Verbraucher in Nordrhein-Westfalen, alle Möglichkeiten zu nutzen, um den Strom- und Gasverbrauch zu senken. Gerade an warmen Sommertagen gibt es viele einfache Energieeinsparmöglichkeiten. Die praktischen Tipps reichen vom Verzicht auf den temporären Einsatz des Wäschetrockners über die richtige Einstellung der Heizungsanlage in den Sommermonaten bis hin zum Einsatz von Ventilatoren anstelle von mobilen Klimageräten in Hitzephasen.

Strom- oder Gassperren verhindern

Das Risiko, dass die Haushalte ihre Energierechnung nicht mehr bezahlen können, steigt auch in Nordrhein-Westfalen mit der Explosion der Strom- und Gaspreise im vergangenen Jahr. Nach einer aktuellen Studie des Institutes der deutschen Wirtschaft (DIW) ist der Anteil der energiearmutsgefährdeten Privathaushalte im Vergleich zum Vorjahr 2021 bundesweit um zehn Prozent gestiegen. Jeder vierte Verbraucher gibt mehr als zehn Prozent seines Nettoeinkommens für Strom, Heizen und Warmwasser aus, Tendenz steigend.

Ministerin Silke Gorißen: „Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen setzt sich seit Jahren beim Thema Vermeidung von Energiearmut ein.“ Dies gilt natürlich umso mehr vor dem Hintergrund der globalen Herausforderungen auf dem Energiemarkt durch den andauernden Ukraine-Krieg. Die Beratung ‚Energiearmut‘ ist daher seit 2022 dauerhaft in der Verbraucherberatung der Verbraucherzentrale NRW verankert. Dort können sich die Menschen bei konkreten Problemlagen zielgerichtet beraten lassen oder um rechtliche Hilfestellung zur Vermeidung von Strom- und Gassperren suchen.“

Das nordrhein-westfälische Verbraucherschutzministerium hat sich bereits auf der Verbraucherschutzministerkonferenz (VSMK) im Juni 2022 für ein Energieschuldenmoratorium zur Verhinderung von kurzfristig drohenden Energiesperren ausgesprochen. Ferner will die VSMK die Möglichkeit zur zinsfreien Ratenzahlung bei Energieschulden stärken.

Wolfgang Schuldzinski, Vorstand der Verbraucherzentrale NRW: „Einkommensarme Haushalte sind besonders stark von der aktuellen Energiepreiskrise betroffen. Sie müssen einen überproportional hohen Anteil ihres Einkommens für Energie ausgeben und sind zugleich auch bei anderen Produkten, wie zum Beispiel Lebensmitteln, von steigenden Preisen getroffen, Diese Menschen haben keinen Spielraum mehr, um beim Einkauf oder beim Energieverbrauch zu sparen. Ohne eine dauerhafte finanzielle Unterstützung, droht eine signifikante Zunahme von Menschen mit Energieschulden.“

Foto: Shutterstock, UfabizPhoto

Fluggastrechte – Verbraucherzentrale NRW hilft auch bei Flugärger

Ministerin Silke Gorißen sagte des Weiteren im Nachgang des Gesprächs mit der Verbraucherzentrale NRW: „Über große Kompetenz verfügt die Verbraucherberatung natürlich auch zu anderen Themen des Alltags der Verbraucherinnen und Verbraucher und ist immer am Puls der Zeit. Gerade zu Beginn der Ferienzeit sahen sich Verbraucherinnen und Verbraucher mit einer teils sehr angespannten Lage an den großen Flughäfen Nordrhein-Westfalens konfrontiert. Egal, ob der Flug Verspätung hatte oder annulliert wurde, oder ob das Gepäck verloren ging: Mit der Flugärger-App können Betroffene ihre Ansprüche bequem und kostenlos berechnen und unmittelbar bei der Airline geltend machen.“

Die Flugärger-App, einem Selbsthilfe-Tool der Verbraucherzentrale NRW, erzeugt mit Hilfe ausgeklügelter Algorithmen und Schnittstellen zu Flugdatenbanken eine E-Mail mit den möglichen Forderungen, unter anderem auf Basis der EU-Fluggastrechte-Verordnung, und ermöglicht die direkte Übermittlung an die Airline.

Gut beraten im landesweiten Netz der Verbraucherzentralen

Die Verbraucherzentrale NRW ist ein starker Partner in der Verbraucherberatung. Das nordrhein-westfälische Verbraucherschutzministerium stellt durch seine finanzielle Förderung die Arbeit der Verbraucherzentrale NRW mit ihrem flächendeckenden Netz an Beratungsstellen sicher. Verbraucherinnen und Verbraucher werden in den landesweit 63 Beratungsstellen nicht nur analog beraten, sondern auch digital gestärkt.

Ministerin Silke Gorißen: „Treten Sie mit den Expertinnen und Experten in Kontakt – gerade die persönliche Beratung der Verbraucherschützer ist immer ein Gewinn. Ich freue mich sehr auf die weitere Zusammenarbeit mit der Verbraucherzentrale NRW, um auch in Zukunft das Leben der Bürgerinnen und Bürger zu verbessern – denn genau das ist ein zentrales Ziel des Verbraucherschutzes.“

Hintergrundinformation zum Beratungsangebot „Energiearmut“

Die Budget- und Rechtsberatung „Energiearmut“ ist seit 2022 dauerhaft in der Verbraucherberatung der Verbraucherzentrale NRW verankert. Sie wird mit Mitteln des nordrhein-westfälischen Verbraucherschutzministeriums, Grundversorgern und Kommunen finanziert. An zehn Standorten in Nordrhein-Westfalen (Aachen, Alsdorf, Bochum, Dortmund, Duisburg, Gelsenkirchen, Hamm, Krefeld, Witten und Wuppertal) können betroffene Bürgerinnen und Bürger durch kompetente Beraterinnen und Berater der Verbraucherzentrale NRW bewährte Unterstützung bei der Bekämpfung von Energiearmut erhalten, indem gemeinsam mit den Ratsuchenden, Grundversorgern und Kommunen nach Lösungen zur Vermeidung bzw. Aufhebung von Energiesperren gesucht wird.

Bei Bürgeranfragen wenden Sie sich bitte an: Telefon +49(0)211 – 3843 0.

Bei journalistischen Nachfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Ministeriums für Landwirtschaft und Verbraucherschutz: Telefon +49 (0)211 – 3843 1022.

Download der Pressemitteilung [hier].

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